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Ariba-Integration

Diesen Beitrag stellt zur Verfügung:

kernpunkt GmbH

Für die Integration einer Druckkosten-Kalkulationslösung in die Ariba Buyer Lösung eines Versicherungsunternehmens wurde eine entsprechende Schnittstelle entwickelt.

Aufgabenstellung
In Kooperation mit der Bayer Business Services wurde für einen großen Versicherungskonzern die E-Procurement-Software zur Kalkulation von Druckkosten installiert. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Lösung, über die der Einkäufer Werbedrucksachen, Visitenkarten und Formulare beschreiben und sich von allen teilnehmenden Druckereien innerhalb weniger Sekunden ein Angebot berechnen lassen kann. So kann innerhalb kürzester Zeit eine Preistransparenz zwischen den verschiedenen Lieferanten hergestellt werden.
Vorteil des Systems ist die Vollintegration in das Desktop Purchasing System (DPS) der einkaufenden Organisation. So kann der Einkäufer unmittelbar aus der Online-Anwendung heraus eine Bestellung in seinem ERP-System anlegen. Bei dem auf Seiten des Versicherungskonzerns eingesetzten DPS handelte es sich um die Procurementlösung Ariba Buyer. Diese galt es an das Druckkosten-Kalkulationssystem anzubinden.

Lösung
Um eine Vollintegration der Online-Lösung in das DPS des Versicherungskonzerns zu realisieren, wurde diese als externer Katalog über eine standardisierte Schnittstelle an das Ariba angebunden. Dieser so genannte Punchout -Katalog funktioniert im Prinzip wie ein Webservice: Über XML-Dokumente tauschen die beiden Anwendungen - das DPS auf der einen und die Kalkulationssoftware auf der anderen Seite - Nachrichten miteinander aus. Die Nachrichten sind im Standardformat cXML (Commerce XML) beschrieben und werden über eine sichere SSL-Verbindung (Secure Socket Layer) per HTTP POST verschickt. Über das Internet wird letztendlich der Gesamtprozess und die dazugehörige Funktionalität auf zwei oder mehr Server verteilt, für den Benutzer ist dies jedoch kaum merklich: Er bleibt innerhalb seiner Anwendung und wickelt seinen Beschaffungsprozess wie aus einem Guss ab.
Der Aufruf der Kalkulationssoftware aus dem Ariba Buyer funktioniert so, dass das Ariba-System zunächst ein so genanntes SetupRequest an den Katalog sendet. Dieses wird vom Katalog analysiert und auf Gültigkeit geprüft. Sind alle übergebenen Parameter gültig, antwortet der Katalog mit einem SetupResponse. Damit ist der virtuelle Handschlag zwischen den beiden Anwendungen getan und der Benutzer kann sich nun während der Sitzung im Kalkulationssystem bewegen und seine gewünschten Drucksachen kalkulieren. Innerhalb der Lösung steht ihm ein Warenkorb zur Verfügung, in dem der Benutzer alle Positionen sammeln kann. Schickt er den Warenkorb ab, so wird dieser als so genannte OrderMessage wiederum per cXML zurück an das Ariba-System übergeben. Von dort aus kann dann über das ERP-System des einkaufenden Unternehmens die Bestellung an den Lieferanten geschickt werden.

Besonderheiten
Beim überwiegenden Teil der Installationen des Druckkostenkalkualtionssystems erfolgt die Anbindung an das Procurement-System über die SAP OCI-Schnittstelle. Daher ist eine OCI-Schnittstelle standardmäßig im Funktionsumfang der Lösung enthalten. Im dargestellten Fall lag die besondere Herausforderung darin, nun eine Ariba-Schnittstelle als Alternative zum bisherigen Verfahren zu implementieren. Hier zeigten sich wiederum die Vorteile der flexiblen Schnittstellengestaltung des Systems, denn dank des modularen Schnittstellenkonzepts war auch eine Integration in Ariba problemlos möglich.

Vorteile und Nachteile
Der Vorteil der Einbindung als externen Katalog in das DPS ist ganz klar der integrative Ansatz. So ist es möglich, dem Einkäufer aus seiner gewohnten Einkaufsumgebung heraus Zugriff auf spezialisierte Kalkulations- und Konfigurationsanwendungen zu geben. Über standardisierte Schnittstellen wird eine automatisierte Verbindung zwischen dem ERP des Benutzers und externen Spezialanwendungen hergestellt, ohne dass lästige Medienbrüche entstehen. Für den Benutzer bleibt der Beschaffungsprozess komfortabel und einfach. Im Hintergrund bietet die Schnittstelle des Ariba zusätzlich ein hohes Maß an Interaktivität zwischen DPS und externem Katalog. So können beispielsweise Positionen, die bereits vom Katalog an das Ariba übergeben wurden, wieder aufgerufen werden, um zum Beispiel die gewünschte Bestellmenge oder die Konfiguration des Artikels zu ändern.
Aufgrund der umfangreichen Funktionalität muss man allerdings gerade im Vergleich zur SAP OCI-Schnittstelle etwas mehr Ressourcen für die Integration einplanen. Und die Tatsache, dass vom Katalogbetreiber, über den Integrationspartner bis hin zur IT-Abteilung des Kunden viele Stellen beteiligt sind, führt nicht selten zu einem erhöhten Kommunikationsaufwand.

 

 



 

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