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USU und Openshop schließen sich zusammen |
Assets und Kompetenzen werden gebündelt Frankfurt am Main, 29. November 2001 Die Openshop Holding AG, Ulm, und die USU AG, Möglingen, beabsichtigen, ihre geschäftlichen Aktivitäten zusammenzulegen. Um dies zu erreichen, wird die Openshop Holding AG noch vor Jahresende ein freiwilliges Übernahmeangebot nach Übernahmekodex im Verhältnis 5:7 vorlegen. Dies bedeutet, dass die USU-Aktionäre für 5 USU-Aktien 7 Openshop-Aktien erhalten. Das nach Übernahmekodex erfolgende Angebot wurde mit der Übernahmekommission abgestimmt und hinsichtlich des Umtauschverhältnisses bereits gebilligt. Auf dieser Basis hat sich der Mehrheitsaktionär Udo Strehl zur Annahme des Angebots im Rahmen der Umtauschfrist entschlossen.
Dieses Umtauschverhältnis ist nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der USU AG fair und angemessen und beinhaltet eine Prämie von rund 33% auf die durchschnittlichen XETRA-Schlusskurse der USU AG während der letzten drei Monate.
Es ist beabsichtigt, die bisherige Openshop Holding AG in USU-Openshop AG umzubenennen und ihren Sitz nach Möglingen zu verlagern. Der Standort Neu-Ulm wird seine besondere Bedeutung beibehalten und auch künftig die dezentralen Strukturen und Teile der Entwicklung beherbergen. Die USU AG wird bis zum geplanten Zusammenschluss als Tochtergesellschaft fungieren. Vorstandsvorsitzender der USU-Openshop AG bleibt Bruno Rücker. Der Vorstandsvorsitzende der USU AG, Udo Strehl, wird in der Funktion des Co-CEO die Integration der beiden Unternehmen vorantreiben. Dem Vorstand werden darüber hinaus die bisherigen Vorstände der USU AG Harald Weimer als COO und Bernhard Oberschmidt als CFO angehören.
Komplementäre Stärken im e-Business
Mit dem Zusammenschluss schaffen die Gesellschaften die Voraussetzungen für einen deutlichen Ausbau ihrer Marktposition im Kerngeschäft e-Business. Die USU AG hat seit 1977 einen umfassenden Kundenstamm im Segment der Top-1000-Unternehmen aufgebaut. Mit einem umfangreichen Lösungsportfolio für e-Business-Plattformen bringt die Openshop Holding AG komplementäre Stärken in die Partnerschaft ein.
"Der Zusammenschluss von Openshop und USU eröffnet uns bereits für das kommende Geschäftsjahr klare Vorteile, da wir Cross-Selling-Potenziale optimal zur Marktdurchdringung nutzen und vielfältige Kostensynergien realisieren können", hob Bruno Rücker auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main hervor. "Doch auch längerfristig werden Unternehmen und Aktionäre insbesondere von der Bündelung des Produkt-Know-hows im Knowledge Management und im e-Business profitieren."
Produktportfolio mit Wachstumsperspektiven
"Die Fähigkeit zum effizienten Management von Wissen wird für e-Business-Lösungen in Zukunft ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein", betonte auch Udo Strehl. "Das Produkt- und Service-Portfolio von Openshop und USU adressiert damit konvergente Themen in diesen Wachstumsfeldern. Dadurch eröffnen sich mittelfristig hervorragende Perspektiven." Die Kombination der e-Business-Lösungen von Openshop und der Knowledge Management-Produkte von USU ermöglicht den Kunden die Abbildung und Steuerung ihrer komplexen Geschäftsprozesse und versorgt sie zugleich mit dem dafür notwendigen Wissen.
Neben e-Business-Lösungen, e-Business Integration (EAI) und Knowledge Management wird die USU-Openshop AG über ein viertes Geschäftsfeld verfügen, in dem die seit Jahren etablierten IT-Controlling-Lösungen von USU vertrieben und weiterentwickelt werden.
Nachhaltige Profitabilität angestrebt
Sowohl Openshop als auch USU haben bereits Mitte des Jahres erste Anpassungen an die gesamtwirtschaftliche Situation eingeleitet. Dabei kam es zu Personalfreisetzungen und zu einer Anpassung der Budgets. Aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen werden im laufenden Quartal einmalige Sonderbelastungen erwartet. Für das Geschäftsjahr 2002 planen die Unternehmen Kostensynergien unter anderem durch die effiziente Nutzung von Ressourcen in den Bereichen Administration, Vertrieb sowie Forschung & Entwicklung. Finanziell ist die neue Gesellschaft solide aufgestellt: Gemeinsam verfügten die beiden Unternehmen zum 30.09.01 über einen Liquiditätsbestand von 81,9 Mio. EUR. Nutzen will der Vorstand diese Mittel unter anderem für weitere Akquisitionen, die der Arrondierung des Leistungsportfolios dienen sollen.
Die USU AG
Die USU AG entwickelt und vertreibt Produkte und Lösungen für die ganzheitliche Integration von Unternehmenswissen in die Geschäftsprozesse und Anwendungen von Unternehmen. Die drei Geschäftsbereiche des 1977 gegründeten schwäbischen Softwarehauses bieten Strategien, Produkte und Lösungen für Knowledge Management, für IT-Controlling und e-Business Integration. Mit diesen Schlüsselkompetenzen nimmt das Unternehmen eine führende Stellung im Bereich integrierter Knowledge Business-Lösungen ein. Langjährige Kundenbeziehungen verbinden die USU AG mit Marktführern in allen Branchen der deutschen Wirtschaft. 231 angestellte Mitarbeiter erzielten im Geschäftsjahr 2000/01 (31.03) einen Umsatz von 62,1 Mio. DM. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz um 28% auf 32,9 Mio. DM. Der Jahresfehlbetrag belief sich für das erste Halbjahr erwartungsgemäß auf -2,7 Mio. DM (Vj.: -2,3 Mio. DM) bzw. -0,47 DM pro Aktie (Vj.: -0,48 DM pro Aktie).
Die Openshop Holding AG
Die Openshop Holding AG bietet mittleren und großen Unternehmen ganzheitliche Lösungen für internetbasierte Geschäftsprozesse bis hin zur Abbildung und Integration unternehmensübergreifender Wertschöpfungsketten. Der kundenorientierte, durchgängige Ansatz einer e-Business-Strategieberatung, an die sich Umsetzungskonzepte und die Realisierung lückenlos anschließen, sichert den Kunden einen langfristigen ökonomischen Nutzen. Basierend auf einer offenen und skalierbaren Plattform, ergänzt um kundenspezifisch anpassbare Standardapplikationen, lassen sich komplexe Lösungen schnell, effizient und flexibel realisieren: von eSales und eProcurement, Marktplätzen und ASP-Plattformen bis hin zu Collaboration-Projekten, Supply Chains und internetbasierten Logistikanwendungen. Für die kompetente, zielgruppenspezifische Kundenbetreuung hat Openshop im Juli 2001 eine dezentralisierte und themenorientierte Struktur implementiert. Openshop beschäftigt 165 Mitarbeiter an 4 Standorten in Deutschland.
Die Openshop Holding AG ist seit dem 21. März 2000 am Neuen Markt, Frankfurt, notiert. Im Geschäftsjahr 2000 (01.01. bis 31.12.) hat die Openshop-Gruppe 12,8 Mio. DM Umsatz erzielt. In den ersten neun Monaten 2001 lag der Umsatz der Openshop-Gruppe nach US-GAAP bei rund 3,6 Mio. Euro. Der Auftragsbestand konnte zum 30.9.2001 mit 1,6 Mio. Euro aber deutlich gegenüber den letzten Monaten gesteigert werden. Der Fehlbetrag betrug im 3. Quartal 4,5 Mio. Euro bzw. 15,7 Mio. Euro in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2001. Die liquiden Mittel betrugen zum 30.09.01 66,7 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote lag bei rund 94%.
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